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Jugendliche im Hüttenfieber
- Artikel vom:
- 24.02.2010
- Quelle:
- Tageblatt
- Thema:
- divers
Article Content
Bei diesem Hüttenfieber geht es nicht um Après-Ski-Gaudi oder Party! Vielmehr geht es um einen Wettbewerb, eine Hütte zu planen und danach auch selbst zu bauen. Zum 25. Jubiläum des Schengener Abkommens haben der SNJ und der OAI einen etwas anderen Wettbewerb ausgeschrieben.
LUXEMBURG - Am Montag hatte der Nationale Jugenddienst („Service national de la jeunesse“) in die alte Gießerei eingeladen. In Zusammenarbeit mit dem Familien-Ministerium und dem „Ordre des architectes et des ingénieurs conseils“ hatte der SNJ im Herbst des vergangenen Jahres einen Wettbewerb zur Hüttenplanung und zum Hüttenbau ausgeschrieben.
Nach dem großen Erfolg der ersten Ausgabe des „Festival des cabanes“ im Rahmen von „Luxemburg und Großregion, Europäische Kulturhauptstadt 2007“, haben die Organisatoren beschlossen, diesen Kreativitätswettbewerb alle drei Jahre zu wiederholen.
Die Ausgabe 2010 erfolgt im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Schengener Abkommen und wird in dieser Gemeinde stattfinden. Darüber hinaus weisen auch das Thema des Festivals „über die Grenzen …“ und die Tatsache, dass der Wettbewerb die internationale Teilnahme fördert, auf das berühmte Abkommen hin.
Ziel des Wettbewerbes ist es, 35 vorübergehende Hütten und eine dauerhafte Hütte in Schengen im Sommer 2010 aufzubauen.
Die einzige dauerhafte Hütte wird ein erstes Mal im Laufe des Monats April oder des Monats Mai 2010 zum Festival „Passion Robinson“ in Chevetogne in Belgien aufgerichtet. Die Hütte soll dort für das „Festival des cabanes“, das in Schengen stattfinden wird, werben.
Die Hütte wird danach abgerichtet, um dann wieder in Schengen aufgerichtet zu werden. Schließlich wird die Hütte auch einen wesentlichen Bestandteil des neuen Spielplatzes in der Gemeinde Schengen ausmachen.
Vom Traum zur Realität
Wer hat nicht schon bereits als Kind seine eigene Hütte gebaut? Der Wettbewerb gab den Teilnehmern die Möglichkeit, als Jugendlicher die Visionen aus der Kindheit auszubauen und mit den Träumen für morgen zu verbinden.
Des Weiteren wurde Wert darauf gelegt, gemeinsam mit Freunden, im Austausch mit Jugendlichen aus der gesamten Großregion sowie der vier weiteren Ländern, welche die ersten Schengener Abkommen unterschrieben haben, an einem großen Projekt zu arbeiten, das nach deren Verwirklichung auch Realität werden wird und nicht als Luftschlösser in einer Schublade verschwinden. Die Gruppen entwickelten
ihre Projekte einer „Hütte“: Beschreibungen, Skizzen, Modelle, alles war erlaubt, um die Jury zu beeindrucken. Wer wollte, konnte sich von erfahrenen Architekten begleiten und beraten lassen. Aus einer Liste von rund 26 renommierten Luxemburger Architekten konnten sich die Jugendlichen und teilnehmenden Gruppen während des Wettbewerbs Hilfe, Meinungen und Ratschläge einholen und Erfahrungen austauschen. Die zurückbehaltenen Projekte werden von den Jugendlichen selbst zwischen dem 14. und 16. Juli in Schengen, an den Remerschener Baggerweihern, errichtet. Die Hütten werden der Öffentlichkeit vom 17. Juli bis 1.August im Rahmen vom „Festival des cabanes“ zugänglich sein.
Die Jury setzte sich zusammen aus: Laurent Crépin (Technischer Direktor des Gebiets von Chevetogne), Thierry Cruchten (Architekt), Nico Engel (Architekt), Pierre Hurt (OAI), Roland Kuhn (Handwerkskammer), Jo Kox (Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain), Steve Schmit (RTL), François Valentiny (Architekt), Roger Weber (Gemeinde Schengen), Nathalie Schirtz (SNJ). Für die dauerhafte Hütte wurde das Projekt der Rheinisch-Westfälischen technischen Hochschule Aachen zurückbehalten.
Die 25 Hütten werden Projekte darstellen von Gruppen der „Ecole nationale supérieure d’architecture de Lyon“, des „Lycée Josy Barthel“, des „Lycée Michel Rodange“ sowie des „Neie Lycée“. Des Weiteren wurden Projekte von den Jugendhäusern aus Remich, Echternach, Ulflingen, Junglinster, Niederanven, Brüssel, Clausen und Mertert/Wasserbillig zurückbehalten.
Auch Projekte von der Jugendorganisationen „Castle of Liberty“ und den Pfadfindern aus Dippach, Esch sowie Bridel werden im Sommer in Schengen zu sehen sein.
